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Man hat sich ja an einiges gewöhnt was die
Propagandamaschinerien beider Parteien in diesem unsäglichen
Krieg so an wenig Subtilem und Sinnfreiem täglich
produzieren aber das was unser Freund und Sri Lanka-Kenner
CHE mir nun gesteckt hat setzt wohl allem die Krone auf.
Seine Leute in Sri Lanka machten ihn auf ein Periodikum
aufmerksam, dass wohl vom Verteidigungsministerium (
www.defence.lk) erstellt und vom Sunday Leader
(ein zum regierungseigenen Lake House gehörendes
Sonntagsblatt) dann brav allwöchentlich unter die Leute
gebracht wird.
'Kill-"O"-Meter' unter diesem Titel - wahrscheinlich fand der
Autor der Headline dieses Produkt einer intellektuellen Diarrhoe
auch noch lustig - werden die eigenen Erfolge im Bürgerkrieg in Menschenleben quantifiziert und buchhalterisch
festgehalten. In einer widerwärtig perversen Art wird das
Ergebnis wie die Bilanz eines Jagdausfluges in
menschenverachtender Weise grafisch aufgearbeitet.
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Auszug aus dem "Sunday Leader" vom 22.06.08 |
| Grafik freundlicherweise von
unserem Forummitglied CHE zur Verfügung gestellt |
Muss man wohl nicht weiter kommentieren
- oder?
Wo wir gerade dabei sind ....
... hier ein weiteres Beispiel haarsträubenden,
pervertierten Denkens. Gefunden im Lankaweb am 25.01.2008
und bereits im Lankafirst - Newsletter Nr. 8 vom 25.01.08
veröffentlicht.
"HAMMER DES MONATS"
Positive Effekte des Terrorismus auf die Tourismusindustrie
in Sri Lanka
Shenali Waduge /
lankaweb.com.
25.01.2008
Jedermann beklagt die Entwicklung unserer
Tourismusindustrie, welche zu den drei Säulen unserer
Volkswirtschaft gehört. Wahr ist, dass der andauernde
Konflikt Reisewarnungen und landesweiten Verlust von
Arbeitsplätzen provoziert hat. Gästehäuser, Hotels etc.
geraten in finanzielle Schwierigkeiten aber hat sich
irgendjemand einmal die Zeit genommen über die positiven
Aspekte dieser Entwicklung nachzudenken?
Es gab eine Zeit da geriet Sri Lanka in die Schlagzeilen
wegen Kinderprostitution, Drogen, ansteigende
AIDS-Infektionen und das Land wurde schnell zur bevorzugten
Destination für Pädophile. Es war eine Herausforderung für
die Regierung und nachgeordnete Behörden diese Entwicklung
unter Kontrolle zu halten. Unschwer vorzustellen, dass sich
die entsprechenden Zahlen verdoppelt hätten, gäbe es keinen
Konflikt in Sri Lanka.
Unser Tourismusminister sollte nicht so sehr über die
Statistiken der ankommenden Touristen besorgt sein sondern
die Zielgruppe derer ermutigen Sri Lanka zu bereisen, die
einem höherwertigen Marktsegment zuzuordnen sind. Wir sind
stolz auf unsere Kultur, wir verfügen über großartige Orte
und Landschaften, wie sie in keinem anderen Land der Erde zu
finden sind.
Touristen, die nach Sri Lanka kommen, um krankhaften
Neigungen wie Sex, Prostitution, Pornographie etc.
nachzugehen müssen sich andere Länder suchen, die ihren
Ansprüchen und Neigungen eher entgegenkommen. Warum sollten
wir auf Kosten unserer Jugend Kompromisse schließen, nur um
mehr Touristen nach Sri Lanka zu holen?
Der Konflikt erweist sich im Nachhinein als Segen, denn er
hält diese ungewollten Elemente von Sri Lanka fern.
Allerdings ist es auch an unserem Tourismusminister dafür
Sorge zu tragen, dass die Tourismusindustrie entsprechend
vorbereitet ist wenn wieder Frieden im Land einkehrt. Wir
wollen nicht, dass Sri Lanka in der Welt als Synonym für
Pädophilie und Pornographie steht.
Originalartikel
"Positive Aspect of Terrorism on the Tourist Industry in Sri
Lanka"
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Ich glaube auch hier erübrigt sich jeder weitere Kommentar.
Nun sollte man nicht den Fehler begehen eine derart
menschenverachtende Einstellung allen Singhalesen zu
unterstellen. Dem ist nicht so, es gab und gibt immer noch
ein Häuflein unentwegt Vernünftige. Zwar wenige und wenig
gehört, aber dennoch wachsend in ihrer Zahl. Ich bin der
guten Hoffnung, dass sich die Stimme der Vernunft lauter
artikuliert, je verfahrener und grotesker die
Auseinandersetzung der Kriegsparteien sich entwickelt.
Würde mich freuen, gäbe dieser Artikel Anlass zu einer
angeregten Diskussion im Forum.
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